Energiesparen durch Störgeräusche
Mit Hilfe von Störgeräuschen in Form eines Dauerrauschens wollen Wissenschaftler des Fraunhofer Instituts einem Energiesparmodus auf die Sprünge helfen. Den gibt es schon sehr lange nur wird er überhaupt nicht benutzt.
Die Theorie ist ganz einfach: Würden sich Modems bei Nichtbenutzung in einen Ruhemodus versetzen, könnten die Provider jedes Jahr bis zu 1,5 Millionen Euro einsparen. Einsparungen, die sie in der Form von besseren Konditionen an die Verbraucher weitergeben könnten. Die Sache hat nur einen Haken: Technische Schwierigkeiten sorgten mit diesem System für Verbindungsabbrüche. Wenn zum Beispiel in einem Mehrfamilienhaus alle bis auf ein Modem im Ruhemodus sind, bekommt das eine die komplette verfügbare Bandbreite. Wird nun ein weiteres Modem aktiv, setzt das erste die Geschwindigkeit zurück um dem zweiten etwas Bandbreite abzugeben. Dafür muss es sich aber neu verbinden, was einen kurzen Verbindungsabbruch zur Folge hat. Schalten sich nun nach und nach weitere Modems ein, gibt es viele Verbindungsabbrüche. Die Fraunhofer Forscher wollen mit einem gezielten Störgeräusch, einem Rauschen, dafür sorgen, dass sich Modems nicht die volle Bandbreite aneignen wenn sie verfügbar ist. Das Modem denkt so, dass bereits weitere aktiv sind und nimmt sich nicht die volle Bandbreite.
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