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Wirtschaftszweig Internet – Unternehmen, Übernahmen und die Kunden

DSL und Internet sind heute aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken und die Nutzung des Internets ist so vielseitig wie die Nutzer selbst. Für viele ist es die Informationsquelle Nummer Eins, egal ob es eine Fahrplanauskunft, die neuste Musik der Lieblingsband oder das nächste Urlaubsziel ist, fast alles lässt sich in den Weiten der Bits und Bytes finden. Aber es dient nicht nur der Information sondern wird von vielen auch einfach zur Entspannung genutzt, manch einer läuft nach dem stressigen Arbeitsalltag noch durch virtuelle Spielwelten, manch einer macht den einen anderen Euro in einem Online Casino.

DSL-Markt sehr unübersichtlich

Was viele nicht wissen ist, dass im Hintergrund zu der blinkenden Informations- und Spielewelt eine Wirtschaft steht, die jährlich Millionenbeträge umsetzt. Und das Ganze nicht virtuell sondern mit harten Euro.

Im Wirtschaftszweig Internetdienstleistungen gibt es wie in jedem anderen Bereich der Wirtschaft Auf- und Absteiger, Unternehmen kommen und gehen. Wie zum Beispiel Tiscali, einer der ersten Anbieter von sogenanntem „entbündeltem“ DSL, also DSL ohne einen Festnetzanschluss, welche schon länger von der Konkurrenz geschluckt und damit vom Deutschen Markt verschwunden sind. Die Nutzer merken von den Übernahmen meist nichts, die Tarife, Preise und Leistungen bleiben gleich. Meist erfahren die Nutzer erst was von der Übernahme, wenn sie einen Blick in den Wirtschaftsteil ihrer Zeitung werfen. Und da überrascht es manchmal wie verstrickt die Tochter- und Mutterfirmen eigentlich sind.

Verwicklungen der Unternehmen untereinander

Strato gehört zu Freenet, Congstar ist eigentlich Telekom und die KMG-Hannover ist für Neukunden, trotz aller eigenen Werbung, nur noch über den Internetauftritt des Mutterkonzerns Tele Columbus zu erreichen. Das bedeutet aber nicht dass den Kunden einfach das Internet abgestellt wird, obwohl sicherlich viele Kunden genau das befürchten wenn sie von den Übernahmen in den Nachrichten hören. Wenn ein Anbieter wie Freenet seine DSL-Sparte an United Internet verkauft, kann das natürlich nicht heissen, dass sobald der Verkauf abgewickelt ist, das Internet für alle Freenet Kunden abgestellt wird, United-Internet hat immerhin selbst ein wirtschaftliches Interesse daran mit dem Internet-Service den einen oder anderen Euro zu verdienen.

Für den Kunden bedeutet das, dass sich wahrscheinlich wenig ändern wird. Denn man hat als Kunde einen Vertrag abgeschlossen und sollte sich der neue Anbieter dazu entschließen Tarife und Leistungen zu ändern gibt es in der Regel ein außerordentliches Kündigungsrecht und man kann sich in Ruhe einen neuen Anbieter suchen. Und solange sich mit dem Internet Geld verdienen lässt wird es immer ein anderes Unternehmen geben.

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