Verlasse-Facebook Aktionstag war scheinbar ein Misserfolg
Zum 31. Mai hatten zwei Kanadier dazu aufgerufen kollektiv die soziale Internetplattform Facebook zu verlassen. Als Grund für die freiwillige massenhafte Löschung von Benutzerkonten durch die User selbst führten sie an, dass Facebook mit privaten Daten der Nutzer nicht sorgfältig genug umgehe und es dem durchschnittlichen Nutzer zu schwer gemacht werde, seine Privatsphäre zu schützen.
Mangelhafter Datenschutz
Facebook war in der Vergangenheit schon öfters in Negativ-Schlagzeilen geraten, zur gleichen Thematik. So hatten sich die Einstellungen zur Privatsphäre der Benutzerkonten geändert, ohne dass diese darüber informiert wurden. Erst wenn einem das zufällig auffiel, musste man eigenhändig nachbessern und die unterschiedlich privaten Daten wieder zu solchen machen.
Angeklagt wurde auch, dass die Einstellungen nur mangelhafte Wahlmöglichkeiten biete, die Wahl zwischen Pest und Cholera für den, der seine Privatsphäre wahren möchte.
Protestaktion nur mit geringer direkter Wirkung
Mit nur 15 000 Abmeldungen und Löschungen von Benutzerkonten bei Facebook am 31. Mai 2010 ist die Wirkung relativ schwach zu nennen. Bei der aktuell größten Internetplattform dieser Art sind immerhin rund 4 Millionen Nutzer registriert.
Jedoch ist die indirekte Wirkung des Aufrufs der Kanadier nicht zu unterschätzen. Die Presse der Print- und Onlinemedien wurden so einmal mehr auf den mangelhaften Datenschutz solcher Portale aufmerksam gemacht. Darüber hinaus spiegelt sich hierin die Notwendigkeit wider, das Bewusstsein der Benutzer für diese Thematik zu erhalten.
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