Der DSL Anschluss – früher und heute

Die Digital Subscriber Line, auch DSL genannt, ist mittlerweile die einzig verbliebene Variante für den heimischen Internetzugang. Das war einmal anders: Am Anfang stand das 56k-Modem, das schon bald vom ISDN-Modem übertroffen wurde. Wenige Jahre später folgte erst die Breitbandtechnologie, die zu Anfangszeiten derart begehrt war, dass der Anschluss erst Monate nach der Bestellung bereitgestellt werden konnte – kein Wunder also, dass die meisten Leitungen bis heute Bestand haben.

Fortlaufende Veränderung: die Geschwindigkeit

Die Geschwindigkeit ist das wichtigste Merkmal, auf das sich die technologische Evolution auswirkt. DSL macht in diesem Punkt keine Ausnahme. Die erste DSL-Generation, die ein breites Publikum erreichte, hörte auf den Namen DSL 1000, womit Downloadgeschwindigkeiten von bis zu 1024 Kilobyte pro Sekunde möglich waren. Verglichen mit dem damaligen Standard, dem ISDN-Modem mit seinen 128 kBit/s, war das natürlich ein echter Quantensprung. Die Zuwächse in den Folgejahren steigerten sich kaum weniger rasant: Auf DSL 1000 folgte 2000, das schließlich gleich von der dreifachen Geschwindigkeit von DSL 6000 abgelöst wurde. Absolut betrachtet war der darauffolgende Sprung auf DSL 16000 sogar noch größer, auch wenn damit das Limit der ursprünglichen DSL-Technologie erreicht war.

Früher Kupfer, heute Glasfaser: DSL im Hochgeschwindigkeitsmodus

Herkömmliche DSL-Leitungen bestanden aus Kupferkabeln, die nicht zu Geschwindigkeiten oberhalb von DSL 16000 fähig waren. Ab dem Jahr 2009 begann deswegen der deutschlandweite Ausbau, bei dem Kupfer- durch Glasfaserleitungen ersetzt wurden. Der Geschwindigkeitsbereich von Glasfaser-DSL beginnt bei DSL 25000 und reicht über die Zwischenstufen 32000 und 50000 bis zu DSL 100000 hinauf, womit auch große Datentransfers innerhalb weniger Sekunden abgeschlossen sind. Die Glasfasertechnologie steht damit ganz im aktuellen Zeitgeist, da auch hochauflösende Medieninhalte durch die hohen Downloadraten flüssig übertragen werden können. Der Begriff High Speed Surfen ist also inzwischen durchaus wörtlich zu nehmen.

Tarifliches: Die Flatrates

Ein interessanter Punkt ist, dass sich die durchschnittlichen Kosten für DSL-Anschlüsse über all die Jahre kaum verändert haben. Damals wie heute war eine günstige DSL Flatrate für etwa 30 Euro monatlich erhältlich, wobei zwei Unterschiede zu beachten sind: zum einen die Tatsache, dass mittlerweile auch eine Telefonflatrate enthalten ist, zum anderen, dass die günstige DSL-Flatrate keinerlei Alternativen mehr kennt. Durch die Verlagerung unzähliger Lebensbereiche sowohl privater als auch beruflicher Natur ins Internet hat die Notwendigkeit, ständig online zu sein, praktisch von selbst für eine Regulierung des Marktes gesorgt. High Speed Surfen hat somit nichts mehr mit den ursprünglichen Minutenpreisen zu tun; ein Trend, der sich übrigens auch in anderen technischen Bereichen, allen voran der Telefonie, immer stärker zeigt.

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